Frauen und Mädchen müssen sich in der Regel in anderen Konfliktsituationen behaupten können, als Männer. Macht und Kontrolle durch psychische, körperliche und sexuelle Gewalt werden fast ausschließlich von Männern gegen Frauen ausgeübt. Die Frau ist somit im Konfliktfall oft in einer schwächeren Ausgangsposition. 

Eine polizeiliche Studie zeigt, bei welchem Maß an Gegenwehr durch die Frau, Gewalttaten beendet wurden: 

- Bei keiner Gegenwehr : 25% 
- Bei leichter Gegenwehr : 64% 
- Bei massiver Gegenwehr : 84% 

Es gilt daher aufzuzeigen, wie man sich gegen vermeintlich stärkere Angreifer durch alltagsorientierte Verteidigungstechniken in jeder Notsituation wirkungsvoll und erfolgreich wehren kann. Die Ausübung der Verteidigungstechniken dürfen somit keine besonderen körperlichen Vorraussetzungen erfordern. Der mögliche Kraftvorteil des Gegners muß ausgeglichen werden. Es wird auch gezeigt, wie man sich mit Alltagsgegenständen wie z.B. Regenschirm, Bürste u. s. w. verteidigen kann. 

Hauptziel des Trainings ist es jedoch, das Selbstvertrauen zu stärken, die Fitness zu steigern und ein waches Auge für Gefahrensituationen zu entwickeln. Die so gewonnene Selbstsicherheit spiegelt sich auch im Alltag wieder. Mögliche Angreifer sollen dadurch schon im Vorfeld abgeschreckt werden. Sollte es dennoch zu einem Übergriff kommen, ist man in der Lage sich gegen einen Angreifer wirksam zu wehren. 

 Der Kurs beinhaltet auch einen theoretischen Teil, hier werden u. a. folgende Themen behandelt: 

- Richtiges Verhalten bei verbalen Attacken 
- Rechte und Grenzen der Notwehr 
- Handelsübliche Selbstverteidigungswaffen 
- Eigene typische Opfersignale erkennen und abzulegen 

Abteilungsleiterin Gung Fang Do